• Background Image

    News & Updates

    Schlafstudie

November 15, 2017

Grundlagen zum Thema Schlaf

Soweit bekannt ist, schlafen nicht nur die Menschen sondern auch alle bekannten Tierarten. Viele Tierarten legen sich einfach hin und schlafen. Wenn man Hunde und Katzen beobachtet, dann ist das fast beneidenswert. Hunde drehen sich zwei- oder dreimal um die eigene Achse, legen sich hin und sind fast umgehend eingeschlafen. Katzen strecken sich einmal, dehnen sich einmal, gähnen einmal herzhaft – und schlafen ein. Ganz so leicht geht das bei uns Menschen in der westlichen Welt wohl in der Regel leider nicht mehr. Im Tierreich gibt es auch einige Arten, bei denen es etwas komplizierter ist. So müssen Delfine regelmäßig zum Luft holen auftauchen und aus diesem Grund schläft immer nur eine Hälfte des Gehirns und ähnliches ist auch von einigen Fischarten bekannt, die wohl Fressfeinden aus dem Weg gehen müssen, die insbesondere in der Nacht auf der Jagd sind. Die Zeiten, dass der Säbelzahntiger in unsere Höhle gesprungen kommt sind vorbei, aber viele unserer Mitbürger haben trotzdem Einschlaf- und Durchschlafprobleme. Die Säbelzahntiger der heutigen Zeit sind wohl eher die alltäglichen Sorgen und Belastungen, die uns um den Schlaf bringen.

Schlaf ist wichtig für unser Lang- und Kurzzeitgedächtnis

Das Thema Schlaf und warum wir eigentlich schlafen ist nicht endgültig und vollumfänglich erforscht. Die gängige Arbeitsthese ist aber, dass wir im Schlaf die Erlebnisse des Alltags verarbeiten und Informationen vom Kurzzeitgedächtnis in das Langzeitgedächtnis abspeichern und uns von unnötigem Ballast und überflüssigen Informationen befreien. Im Schlaf entlasten wir den Körper und das führt zu einer Regeneration sowohl in körperlicher, geistiger und seelischer Art. Es gibt aber auch andere Hypothesen warum wir schlafen. Eine davon ist, dass die Natur den Schlaf erfunden hat, um uns vor uns selbst zu beschützen. Wer schläft der sündigt nicht und wenn wir schlafen, können wir also keinen Unsinn anstellen. In der Steinzeit hätten wir uns möglicherweise in unserem Übermut mit Raubtieren angelegt und heute würden wir uns in post-industrielle Erlebnisse stürzen wie zum Beispiel down hill racing, Fallschirm springen oder Motorrad fahren. Das sind alles Aktivitäten, die das Leben abrupt verkürzen können und davor möchte uns die Evolution mittels schlafen bewahren. Ich finde, das ist eine ziemlich steile These aber gänzlich ausgeschlossen ist es nicht.

Statistisch schlafen wir circa knapp ein Drittel unseres Lebens und das sind in der Summe und im Mittel 24 Jahre. Das ist viel, viel Zeit und die sollten wir für uns möglichst gut ausschöpfen.

Positive Auswirkungen durch gesunden Schlaf

Die positiven Auswirkungen von gutem Schlaf sind bekannt und darum spricht der Volksmund ja auch gerne vom sprichwörtlichen Schönheitsschlaf oder vom Jungbrunnen. Im Schlaf werden Stoffwechselprodukte abgebaut, der Hormonhaushalt wird ausgeglichen und immunaktive Stoffe werden ausgeschüttet und die Wundheilung wird unterstützt. Darum geht es uns auch besser, wenn wir regelmäßig gut schlafen. Schlechter Schlaf führt dazu, dass wir langsamer reagieren, weniger kreativ und unproduktiver sind. Dauerhafter Schlafmangel führt zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen, wie zum Beispiel Herz- und Kreislaufproblem, Übergewicht, Diabetes und Depressionen.

In der westlichen Welt ist der Schlaf aber nicht so gut beleumundet, wie man vielleicht meinen könnte. In einem Bewerbungsgespräch werden sie mit der Aussage, dass sie gut schlafen vermutlich nicht so gut punkten wie mit der Aussage, dass sie immer engagiert, aktiv und leistungsbereit sind. Dabei ist das eine vielleicht die Voraussetzung für das andere. In anderen Kulturkreisen wird das zum Teil anders gehandhabt. Wenn Sie in Japan in einem Geschäftsmeeting ganz entspannt wegschlummern, dann wird ihnen das nicht übel genommen, sondern gilt als ein Beleg dafür, dass sie offensichtlich eine hart arbeitende Person sind. Das kommt in Deutschland eher nicht so gut an. In den südlichen Ländern in Europa wird der Mittagsschlaf oder die Siesta immer noch hochgehalten und gilt als vollkommen normal. Auch das ist in Deutschland eher unüblich und wird eher mit einem Nase rümpfen betrachtet, obwohl so ein power nappy (kraftspendender Kurzschlaf) für viele Menschen wahrscheinlich eine wirklich gute Sache wäre und die Leistungsfähigkeit deutlich anheben würde.

In diesem Sinne
Ihr Hermann Goldschmidt