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    REM Schlaf

Dezember 11, 2017

Wie schlafen wir?

Wie wir gerne schlafen möchten, wissen wir vermutlich alle. Wir möchten uns hinlegen und nach fünf Minuten einschlafen und dann tief und fest durchschlafen und unsere schönen Träume genießen. Nach sechs bis acht Stunden erholsamen und entspanntem Schlaf stehen wir dann erholt, verjüngt, schmerzfrei und mit guter Laune und positiven Gedanken – vor dem Klingeln unseres Weckers – auf und beginnen unser Tageswerk. Das ist guter Schlaf und alles andere ist schlechter Schlaf.

Glücklich darf sich schätzen, wer das dauerhaft von sich sagen kann.

… und jetzt schauen wir uns das einmal ein wenig näher an. Der Schlaf findet in mehreren und unterschiedlichen Phasen statt, die man anhand von Hirnfrequenzmessungen unterscheiden und bestimmen kann. Der Schlaf setzt sich zusammen aus einer Einschlafphase und fünf Schlafphasen. Diese Schlafphasen nennt man auch einen Schlafzyklus und wiederholt sich mehrmals pro Nacht. Ein Schlafzyklus dauert circa 90 Minuten. Die Schlafphasen eins bis vier werden auch NON-REM Schlaf genannt und die fünfte Schlafphase bildet den sogenannten REM-Schlaf. Der Name REM-Schlaf kommt aus dem englischen Sprachraum und steht für Rapid Eye Movement, was so viel bedeutet wie schnelle Augenbewegungen.

Der Schlaf beginnt mit einer Einschlafphase. Vor dem eigentlichen Einschlafen liegt noch eine Zeitspanne, die man auch Einschlaflatenz nennt und die unterschiedlich lang sein kann und Auskunft darüber gibt, wie lange wir zum Einschlafen benötigen. In dieser Einschlafphase reagieren wir besonders empfindlich auf Störungen von außen.

Die erste Schlafphase ist die leichte Schlafphase. Die Hirnfrequenz senkt sich und während dieser Schlafphase entspannen sich unsere Muskeln und die bewusste Wahrnehmung unserer Umgebung lässt nach. Unsere geistigen Aktivitäten verringern sich und unsere Körperfunktionen werden langsam heruntergefahren. Da der Blutdruck gesenkt wird und das wirkt sich auf unser Gleichgewichtsgefühl aus, kommt es manchmal zu dem Gefühl als würden wir fliegen oder fallen. In dieser Phase sind wir ebenfalls noch sehr empfindlich mit Bezug auf Störgeräusche.

In der mittleren Schlafphase gehen die Gehirnaktivitäten weiter nach unten und die Augen bewegen sich kaum noch und die Muskelaktivitäten lassen weiter nach. Diese Schlafphase wird mit zunehmender Schlafdauer immer länger und nimmt mehr als 50 Prozent der gesamten Schlafzeit einer Nacht in Anspruch.

In der Übergangsphase in die Tiefschlafphase nehmen Muskelentspannung und Hirnfrequenz weiter ab.

Die Tiefschlafphase ist die tiefste Schlafphase. Unser Atem und unsere Hirnfrequenz sind gleichmäßig und vollkommen entspannt. Unsere Augen bewegen sich jetzt kaum noch und wir sind weitestgehend von unserer Umwelt abgeschottet. Wenn wir in dieser Phase aufgeweckt werden, dann sind wir oftmals völlig orientierungslos und fühlen uns schlapp und müde. In der Tiefschlafphase kann es auch zu Phänomen wie Schlafwandeln oder das Sprechen im Schlaf kommen. Die „erste“ Tiefschlafphase ist für unsere Erholung die wichtigste Phase im gesamten Schlafzyklus. Im Verlauf des Schlafes nimm die zeitliche Dauer der Tiefschlafphasen immer weiter ab.

Die REM-Schlafphase ist gekennzeichnet durch die schnellen Augenbewegungen, obwohl sie weiterhin geschlossen sind. Alle anderen Muskeln sind aber noch vollkommen entspannt und in dieser Schlafphase steigt die Hirnfrequenz wieder an. Der Blutdruck und die Atmung erhöhen sich ebenfalls wieder. Die Dauer der REM-Phase liegt im ersten Schlafzyklus bei circa fünf bis zehn Minuten und nimmt dann während des Schlafens immer weiter zu. In dieser Phase träumen wir auch häufig sehr intensiv und das sind dann auch die Träume, an die wir uns am nächsten Morgen relativ gut erinnern können.

Das klingt alles logisch und nachvollziehbar und doch haben viele Menschen Problemen beim Einschlafen und beim Durchschlafen und was man da machen kann,  das besprechen wir beim nächsten Mal.

In diesem Sinne
Ihr Hermann Goldschmidt